
Presse:
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" Das kalte Grauen jedoch, das hier einen ganz anachronistisch befallen hat, wird geschmiedet zu eindringlich verknappten Wort- und Satzgeschos-
sen höchst poetischer Natur: athmosphärische Wahrnehmungs-
panoramen eines, der für die Schönheit und den Schrecken alles Kreatürlichen ganz Auge und
Ohr ist."
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Claudia Kramatschek,
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Süddeutsche Zeitung 31.12.99/
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1-2.01.00
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Mit den Splittern eines Geschosses in die Stirn Heinrich von Kleists lösen die zärtlich düsteren Träume aus Titan den Prozess einer Wucherung aus. Einer Wucherung, die sonnendurchflutet wie Nachtschattenreich zwischen arktischen Blumen und mexikanischen Sirenen auch auf der Seide der See tanzt. Eine Wucherung, die als feuriger |
Satanstango im Alltag gespenstischer Städte funkelt, oder uns in zauberhaft entlegene Gebiete dieses Planeten entführt. Einer Wucherung, die als Zeitlos visionäres Erzählfragment mythische wie reale Figuren aus Geschichte und Dichtung, aus Traum und aus Alltag in märchenhaft gespenstischer Weise miteinander verbindet.
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Derweil wir alle wissentlich wissen, daß wir trotz Aufbietung aller
Träume ins Totenhaus stürzen müssen.
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Und so nimmt paul m waschkau mit dem als poetisc dramatische Prosa komponierten
archangelsk-fragment jenen alten Faden von Dichtung wieder auf, nachdem
der Dichter zum wahrhaftigen Dieb des Feuers und der Nacht werde, der Erfindungen
spürbar, befühlbar und hörbar machen möge, für
Menschen wie für Tiere.
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Da kommen sie schon. Du da gebunden, sonntags die Augenbinde um dein
Gesicht. Du hörst nur ihre Schritte. Es juckt sie ihr Glied. Es ist
ihnen verboten zu sprechen. Du siehst sie ja nie. Sie sehen dich da. Stumm
stimmen sie zu. Sie begrüssen dich mit ihrem fordernden Blick. Sie
feiern das Fleisch. Die Werkzeuge liegen bereit. Ich bewache dich. Zwei
von ihnen habe ich an Stühle gefesselt. Sie sehen nur zu. Ich passe
auf, einen kleinen Colt in der Hand. Damit dir nichts geschieht. Damit
es einen bestimmten Grad nicht übersteigt. Schließlich nach
Stunden verlassen sie unser Haus. Armes Mädchen. Armes mein Mädchen.
Nun sind wir allein. Die Ritter sind von dir gegangen. Du liegst da allein
in deinem Schmerz.
Ich tröste und wasche dich. Es ist nun vorbei. Ich lecke dir deine
wunden.Trage eine mildernde Salbe dir auf. Schon ist es Nacht. Ich schenke
dir Wärme. Ich decke dich zu. Sanft schlafen wir ein. Irgendwann aber
dein Wunsch nach Familie und Kindern.Ruhe und Gemütlichkeit. Die beschützende
Hand. Ein sanftmütiges und vor Eifersucht strotzendes dich in die
Enge treibendes männliches Gemüt.
Oh, Geliebte von einst. Heute sah ich dich wieder. Der Mann, der dich von der Klinik im Auto abholte, schaut so seelenlos drein, wie die Leichen, die du da zerstückelst. Das von deinem Schweiß reingewaschene und von deinen Nägeln zerkratzte Buch habe ich längst verbrannt.
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Richard Anders Sascha Anderson Walter Aue Thomas Böhme Barbara Bongartz Alexander Brener Gesualdo Bufalino William Burroughs Guido Ceronetti William Cowper John Donne Paul Durcan Elke Erb Gerhard Falkner Gino Hahnemann Gerard Manley Hopkins Dzévad Karahasan Bob Kaufman Andreas Koziol Heiner Link Frank-Wolf Matthies Oliver Mertins Bert Papenfuß A. R. Penck Hermes Phettberg Jürgen Ploog Jacques Roubaud Astrid Schleinitz Wolfgang Schlenker Dieter Schlesak Uve Schmidt Kiev Stingl Jáchym Topol Franck Venaille Keith Waldrop Paul M. Waschkau Ulrich Zieger
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