Foto: privat 
Gesualdo Bufalino:
Bitterer Honig - L`amaro miele
 
Frühe Gedichte - zweisprachig 
 
96 Seiten; 15 €, 27,50 SFR,
ISBN 3-910161-61-8
 
Auswahl und Übertragung: Wolfgang Schlenker 
Umschlag unter Verwendung einer Fotografie
von Christoph Engelmann 
Gesualdo Bufalino: 
geboren 1920 in Comiso / Sizilien. Gestorben 1996. 
Soldat im 2. Welt-krieg, Tuberkulose- Erkrankung, mehrjähriger Aufent-halt in einem Sanato-rium, danach als Lehrer für Italienisch und Latein tätig.
1981 auf Veranlas-sung von Leonardo Sciascia erste Ver-öffentlichung.
 
 
Veröffentlichungen 
(Auswahl):
1981 "Diceria dell`untore" (dt. Das Pesthaus, 1990, Roman),
1982 "L`amaro Miele" (dt. Bitterer Honig, Gedichte, 1995),
1988 "Le menzogne della notte" (dt. Die Lügen der Nacht, 1991, Roman) 
"Diese Verse, auf Makulaturpapier geschrieben, mit einer Perry-Feder, vor vielen Jahren fast zufällig haben sie die regelmäßigen Flammen zu Neujahr überlebt, denen es der Autor einst überließ, das Überflüssige und Gehaßte aus seinen Schubladen zu beurteilen."
(Aus dem Nachwort von Gesualdo Bufalino in der italienischen Ausgabe bei Einaudi).
 

Zum Titel gibt es im Italienischen die beiden korrespondierenden Redewendungen dolce come il miele / süß wie der Honig und dopo il dolce vien l`amaro / Nach der Süße folgt die Bitternis oder Das dicke Ende kommt noch. Die Poesie des Sizilianers Bufalino ist auch in diesem Punkt unbestechlich. Mit einem wie doppelten Blick ist diesen Gedichten das dicke Ende längst eingeschrieben. Ihre Reihenfolgen erinnern an die von Tränen und Alpträumen, denen der Schlaf ausgetrieben wurde. Das führt mitunter zu Hellsicht, in jedem Fall verweist es auf eine weitere Bedeutung des Titels: Bitterer Honig als Medizin. 
Wolfgang Schlenker 
 

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