Gerhard Falkner
Seventeen selected poems
vier Portraits von Bernhard Prinz
ausgewählt und aus dem Amerikanischen übertragen
von Mark Anderson

56 Seiten, Format 23,5x14
Fadenheftung, fester Einband
15 € / 27,50 SFR
ISBN 3-910161-07-3




Nachwort

Die “seventeen selected poems” können keine repräsentative Auswahl sein und beabsichtigen dies auch nicht. Auf die grammatikalisch komplexen, späteren Texte, die verbindende Architektur von Zyklen und die längeren Gedichte wurde völlig verzichtet. Den markanten und ebenso von der Kritik hervorgehobenen Gedichten wurde im Hinblick auch auf ihre “amerikanische Nutzung” der Vorzug eingeräumt. Der Glücksfall, ich erlaube mir, dies so zu formulieren, ist aber das Aufeinandertreffen der höchst subtilen Übertragung von Mark Anderson mit dem erstklassigen Auge von Bernhard Prinz, aufgehoben in einem das klassische Konzept variierenden Buch.

 

HINTER DEN SPRACHEN

Ich muß von den Kugeln gegessen haben
die müssen bitter gewesen sein
oder böse
sie hatten Löcher, die klangen wie Klagen
sie rollten dunkel
durch Mark und Bein
ich bin von den Tagen abgesessen
mir drehte sich alles
so hab ich gerauscht
die Löcher starrten wie blindes Vergessen
ich habe umsonst hineingelauscht

 
Richard Anders Sascha Anderson Walter Aue Thomas Böhme Barbara Bongartz Alexander Brener Gesualdo Bufalino William Burroughs Guido Ceronetti William Cowper John Donne Paul Durcan Elke Erb Gerhard Falkner Gino Hahnemann Gerard Manley Hopkins Dzévad Karahasan Bob Kaufman Andreas Koziol Heiner Link Frank-Wolf Matthies Oliver Mertins Bert Papenfuß A. R. Penck Hermes Phettberg Jürgen Ploog Jacques Roubaud Astrid Schleinitz Wolfgang Schlenker Dieter Schlesak Uve Schmidt Kiev Stingl Jáchym Topol Franck Venaille Keith Waldrop Paul M. Waschkau Ulrich Zieger