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Sink Skin
- Biografie:
Geboren 1943 in Usti nad Labem, Jesuitengymnasium St. Ansgar.
Lebte bis 1985 in Hamburg, seither in Berlin.
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Veröffentlichungen (Auszug): FLACKER IN DER PFOTE (Pohl´n Mayer, 1979);
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DIE BESOFFNE SCHLÄGEREI (Cyrano
Verlag, Berlin, 1984). Zudem diverse Schallplatten und CD´s.
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Presse:
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"Mit shakespeareischer Schwerblütigkeit und trunken von
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den Farben niederländischer Meister besingt der Jaguar in getragenem Pathos das quo vadis"
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Wolfgang Rüger / Journal Frankfurt
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"...kauer
ich auch Dies Jahrzehnt in luft bei den Stieren aus Glas und zähle
wie ein Irrer Zehnmarkscheine..."
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also, ganz im anfang der 80er, als ich mich entschloß,
den entschluß, dichter zu werden, fallen zu lassen, blätterte
ich das gesammelte jugendwerk eines ex-"konkurrenten" durch und stieß
auf die widmung eines freundes der freundin: "Hart wie Mozart, dergestalt
von e für c". und ich dachte: mann oh mann. dann sprach ich mit einem
inzwischen westberliner gewordenen freund am telefon (wie auch sonst) zum
beispiel über die schallplatten kiev stingls "Hart wie Mozart". es
ist eben auch ein, und zwar nicht nebensächlicher, aspekt von literatur.
der freund brachte mir auch den ersten band mit gedichten des damals noch
vierzigjährigen, noch-hamburgers in den völlig unpathetisch toten
wald auf die tschechische und südseite des erzgebirges mit, wo wir
uns halbjährlich unter dramatischen himmeln trafen.
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´86, jetzt auch ich in westberlin: der beigefarbene,
dezent kariert vom schal gekrönt, wesenhafte unsicherheit aus illusionslosigkeit
maskierende, weitausholende schritt durch die flügeltür eines
jeweiligen stammcafés ab mittag...
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...das alles soll nur heißen: ich bin froh,
kiev stingl mit dem buch "keiner maria cowboy" im druckhaus galrev zu sehen;
dem odischen ton dieses dichters ausgesetzt zu sein, und ihm ab und zu
zwischen "Auf der Pirsch im Grunewald" und "FC St. Pauli zu Gast bei Inter
Mailand", zu begegnen.
- derart, von s für k
Sink Skin
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Gedichte
sowie 5 Variationen zum Thema "Skulptur"
- ca. 80 Seiten;
12,50 €, 23 SFR, ISBN 3-910161-66-9
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Den
einen ist er Inbegriff des Bürgerschrecks, den andern willkommen als
Repräsentant jener selten gewordenen Spezies des Bohemien, der, keiner
gesellschaftlichen Macht verpflichtet, nur den Eingebungen seiner (Un)Moral
folgend, "in schlenderischer Ruh", durch die realen Alptrauminstallationen
unserer Tage flaniert. Villon, Baudelaire, Rimbaud, Apollinaire: kein Vergleich,
der ihm von eilfertigen Feuilletonisten, auf ihrer Suche nach den Farben
der Wirklichkeit, nicht schon angetan worden ist. Stingl weiß, daß
er sich nicht aus seiner Haut herausschreiben kann, daß man sich
in der Verzweiflung über die Ohnmacht gegen die Dummheit der Hoffnung
auf ein anderes Blau, zu arrangieren hat. Und so sprechen seine neuen Gedichte
die Worte der Wehmut, zittern vor Zorn und tragen den Stolz des Unbeugsamen
in sich. Stingl spielt genüßlich mit den hohen Worten. Seine
Ironie (= ein roi -sic!-) rettet die Texte vor dem Absturz in den "Puder
der Gelehrsamkeit". Die Schatten an der Wand sind eingebrannte Seelen.
Stingl hat sie, "el haschisch" in die Augen geträufelt, geschaut und
siehe: "nie waren aromatische geometrien / von gefangenschaft im gewölbe
meines lichtseins / als in diesem in die dichten nebel / reinen wünschens
gebetteten körper."
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Herbert Debes
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was lieh dem taumel
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solche harmonie,
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daß an den stiefeln
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dieser wolkenbruch
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von zuckungen geadelt;
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daß blitze husten segen;
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daß grelles sinkt
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auf sammetweiches knie;
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daß gold dem irren
ohr,
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ach, mulmige musik,
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das stampfen von motoren;
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daß pure erde jenseits
in die sinne schraubt:
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befehl ich, dies sei
überschrift
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den tagen zugeflossen
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und den nächten mir
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in schlenderischer
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ruh verkündung.
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Richard Anders Sascha Anderson Walter Aue Thomas Böhme Barbara Bongartz Alexander Brener Gesualdo Bufalino William Burroughs Guido Ceronetti William Cowper John Donne Paul Durcan Elke Erb Gerhard Falkner Gino Hahnemann Gerard Manley Hopkins Dzévad Karahasan Bob Kaufman Andreas Koziol Heiner Link Frank-Wolf Matthies Oliver Mertins Bert Papenfuß A. R. Penck Hermes Phettberg Jürgen Ploog Jacques Roubaud Astrid Schleinitz Wolfgang Schlenker Dieter Schlesak Uve Schmidt Kiev Stingl Jáchym Topol Franck Venaille Keith Waldrop Paul M. Waschkau Ulrich Zieger
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